Wie man richtig Feuer macht

Ein Feuer muss sorgfältig vorbereitet werden!

Lagerfeuer Nahaufnahme

Ein ordentliches Feuer bedarf einer gewissen Vorbereitung. Diese Vorbereitung zahlt sich aus! Du benötigst zum Feuer machen verschiedene Materialien. Falls Dir keine Anzündhilfen zur Verfügung stehen sollten, dann improvisiere ein Feuerbohr Equipment der alten Schule. Das kann alles eine Weile in Anspruch nehmen.

Um ein Feuer vorzubereiten, solltest Du einige Materialien sammeln.

Finde erst einmal:

1. Zundermaterial: Ein sehr gutes Zundermaterial ist Birkenrinde! Diese ist zudem in nördlichen Breiten bestens verfügbar und kann so leicht unterwegs mit eingesammelt werden.

Am besten schauest Du Dir dieses Video zu Birkenrinde an!

Im Video ist auch zu sehen, wie ein Feuer mindestens vorbereitet werden sollte.

2. Anzündmaterial: Anzündmaterial wird dient zum anfeuern, nachdem der Zunder bereits entzündet wurde. Gemeint sind damit Materialien wie Stroh, Reisig, Holzspäne, Schnitzreste, Papier (z.B. Zeitung), Stofffetzen usw.

Wie Du erkennen kannst, lassen sich manche der Materialien auch problemlos als Zunder einsetzen.

3. Brennholz, damit das Feuer sich weiter entwickeln und lange brennen kann.

Es gibt zahllose Zundermaterialen Alternativ findest Du sicherlich Nadelbäume. Deren harzhaltiges Holz kannst Du mit einem Messer oder Stein leicht zu feinen Spänen hobeln, welche sehr leicht entzündlich sind. Hast Du genug Zundermaterial gesammelt, solltest Du noch genug Anzündmaterial vorbereiten. Dieses dient beispielsweise dazu Dein Feuer bzw. Deinen entzündeten Zunder aufzunehmen und so das Feuer zu vergrößern. Zudem wirst Du natürlich Brennholz brauchen. Am besten sammelst Du Brennholz in unterschiedlicher Dicke. Du wirst zusätzlich dickere Hölzer benötigen. Sammele Dir alles in Ruhe zusammen.

Dein Lagerfeuer kannst Du nun in folgender Reihenfolge entzünden:

  1. Zundermaterial entzünden (z.B. mit einem Feuerstarter)
  2. Brennendes Material mit dem Anzündmaterial zusammenbringen
  3. Trockenen Reisig dazu geben (darauf achten, dass die Luftzufuhr nicht abgeschnitten wird, damit das Feuer nicht erstickt.)
  4. Stapele sodann weitere dickere Äste darüber. Gehe dabei so vor, dass Du das Brennholz von dünn nach dick hinzugibst.

Ein Merksatz könnte sein:

Je besser Du Dich um die Vorbereitung des Feuers kümmerst,

umso besser kümmert sich das Feuer anschließend um Dich.

Wenn Du Dein Feuer wie beschrieben anlegst, kann eigentlich nichts mehr schief gehen! Zusätzlich kannst Du Deine Feuerstelle vor der Witterung abschirmen. Ein Grubenfeuer oder ein Windschutz aus Steinen, Erde oder Holzstämmen eignen sich dafür bereits sehr gut. Bei Regen hilft Dir nur ein Dach. Das kann entweder aus einer Plane und etwas Schnur in wenigen Minuten improvisiert werden oder Du fertigst einen aus Holz, Rinde, Blättern und ähnlichem. Egal, wie Du ein Dach baust, achte darauf, dass es hoch genug über dem Feuer ist, um nicht selbst abzubrennen. Viele unterschätzen die tatsächliche Stärke des Lagerfeuers, vor allem was die nach oben abgestrahlte Hitze anbelangt.

TIPP:  Für den Fall das Dir bei Nässe oder feuchter Witterung das Brennholz auszugehen droht:

Brennholz trocknen, Improvisierter Trockenstand am Lagerfeuer mit Steinen

Ansonsten kann man das Holz in der Nähe des Lagerfeuers ( ggf. auf einer Reihe von Steinen o.ä., wenn es noch sehr nass ist oder es weiterregnet) in einer Weise auftürmen, dass genug Luft dazwischen bleibt. Orientiere Dich dabei z.B. an der Form eines Grillrostes. Lege also eine Reihe Hölzer parallel zueinander hin und eine Reihe quer darüber, sodass ein Gitter entsteht. Stapele so Reihe für Reihe. So aufgebautes Holz trocknet ziemlich schnell und schimmelt nicht. Der so entstehende Turm kann bedarfsweise ab und zu gewendet werden, um eine gleichmäßige und rasche Trocknung zu beschleunigen. Eine weitere Methode ist es, das Brennholz pyramidal um das Feuer herum anzuordnen, so entsteht ein Kamineffekt, der nicht nur dem Feuer zu Gute kommt, sondern auch das Holz rasch trocknet.

 

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