Vogelzunder – Vögel sind vielseitig

Vogelzunder?! Ja, Not macht erfinderisch!

Knochenfeuer

Wenn Du einmal einen Vogel gefangen und als Nahrungsmittel vorbereitet hast, solltest Du seine Knochen aufbewahren. Nicht nur gute Angelhaken oder Nähnadeln lassen sich daraus fertigen, sondern auch perfekten Zunder. In arktischen Regionen gibt es manchmal gar nichts anderes als Knochen. Arktische Völker wie die Inuit machen so schon seit Urzeiten Feuer. Knochen sollten relativ trocken sein, bevor Du diese als Brennmaterial einsetzt. Die Flüssigkeiten bzw. Mark im Innern der Knochen kann übrigens problemlos verzehrt werden.

Feder-Zunder

Außerdem kannst Du die Unmengen von Federn als zusätzliches Brennmaterial einsetzen. Diese verbrennen bzw. “schmelzen” zwar sehr schnell, doch können ausreichen, um ein Feuer in Gang zu bringen bzw. zu halten. Außerdem dienen Federn optimal zum Stabilisieren der Flugbahn eines Wurfspeeres oder Pfeils bzw. zum Auspolstern von Stoffen, um z.B. ein “Survivalkissen” zu erhalten.

Vogelnester

Vogelzunder - Vögel sind vielseitig

Gelegentlich findet man draußen verlassene Vogelnester. In erreichbarer Höhe befinden sich diese oft in Sträuchern, im Weidegebüsch oder in Vorwaldgesellschaften. In der Stadt wirst Du in Hecken und Parks fündig. Zumeist sind die Nester staubtrocken und können wunderbar als Zunder eingesetzt werden. Wann immer Du im Notfall oder auf der Suche nach Brennmaterialien umherstreifst und ein Vogelnest finden solltest, nimm es mit! Oft reicht das Material sogar dafür, um mehrmals ein Feuer damit zu entfachen. Sorge nur dafür, dass das Nest trocken bleibt bis Du es einsetzt.

Für Glückspilze und Hartgesottene: Ein Ei zum Feuer!

Wenn Du besonderes “Glück” hast, findest Du beim Finden eines Nestes sogar Eier! Im Notfall stellen diese eine durchaus verwendbare und hochwertige Nahrung dar. Du solltest die Eier allerdings nur anrühren oder verzehren, wenn Du diese auch wirklich essen kannst und auch wirklich essen musst! Das heißt: nur in einem echten Notfall – nicht zum Spaß!

Es hilft Dir einfach nichts, wenn Du versuchst einen halbentwickelten Vogel-Embryo zu essen und Dich im Resultat erbrechen musst. Lasse lieber davon ab und iss  nach Möglichkeit etwas anderes. Im Ernstfall kannst Du das Ei mitsamt Vogelküken zu einem Brei zerstampfen und das Ergebnis wie ein Omelette braten oder roh (ggf. mit Wasser) austrinken. Ein widerwärtiges Vergnügen. Am besten hälst Du das auf Video fest, dann kommst Du vielleicht in eine Fernsehsendung mit Bear Grylls und Co.

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