Vegan-Survival – Überleben ohne tierische Ressourcen?

Vegan-Survival – geht das überhaupt?

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Ich wurde schon des Öfteren gefragt, ob es wirklich möglich sei, ohne tierische Ressourcen draußen in der Wildnis zu überleben. Meine Antwort darauf ist: „ja – sogar sehr gut!“. Vegan-Survival ist nicht nur möglich, sondern hat auch viele interessante Vorzüge!

In vielerlei Hinsicht finde ich es sogar einfacher und sowieso angemessener auf das Töten und Essen von Tieren zu verzichten. Zu oft griffen und greifen Menschen in Ökosysteme ein, die sie nicht ansatzweise verstehen, töten wie wild und ohne Verstand und marodieren buchstäblich durch Landschaften, deren wahre Schönheit sie nicht einmal erahnen könnten. Vegan-Survival ist ein philosophisches und weltpolitisches Statement!

Kann das echt funktionieren??? Von Menschen und Kühen…

Ob eine vegane Ernährung langfristig funktionieren kann oder nicht, ist schlicht eine Frage des individuellen Erkenntnisvermögens. Außerdem entscheidet der persönliche Umgang mit dem Thema über Erfolg und Misserfolg. Die Franchise-Kette mit dem gelben M vertreibt auch vegane Hamburger, deshalb bleibt ein im Bio-Garten liebevoll aufgezogener Brokkoli trotzdem das hochwertigere Nahrungsmittel.

Aus wissenschaftlicher Sicht steht fest, dass eine im Wesentlichen pflanzliche Kost in Form von Obst, Gemüse, Nüssen, Wurzeln, Samen usw. unsere artgerechte und optimale Form der Ernährung darstellt. Nichts desto trotz, hat sich der Mensch natürlich, so wie es auch eine Kuh in Mastbetrieben tun muss, für seine derzeit recht überschaubare Lebensdauer auf eine artwidrige Kost eingestellt, um zu überleben. Der menschliche Organismus hat dementsprechende Mechanismen, die es ihm ermöglichen auch eine eigentlich zweifelhafte Ernährungsweise eine ganze Zeit lang zu tolerieren und zu kompensieren – ebenso wie die Kuh. Leben kann man so eine Weile – gesund bleiben schon weniger lange. Für viele Survival-Konzepte, mag es hinreichend sein, sich von Aß und anderen mit Antibiotika, Schwermetallen und Leid vollgepumpten Nahrungsmitteln zu ernähren. Überleben kann man damit ja schon, aber wozu?

Die gekaufte (Ernährungs-)Wissenschaft hinkt oft hinterher.

Es ist mittlerweile vielfach wissenschaftlich erwiesen, das pflanzliche Kost alles enthält, was der menschliche Körper für ein vollkommenes Gedeih benötigt. Die gekaufte (Ernährungs-)Wissenschaft hinkt leider trotzdem oft hinterher. Es ist ebenso klar, dass tierische Erzeugnisse einige entscheidende Nachteile für die menschliche Gesundheit zeitigen. Langfristig gesehen, ist eine hauptsächlich pflanzliche Ernährung die beste und gesündeste Art der Ernährung. Sogar dann, wenn man lediglich auf Fleisch verzichtet, aber dafür noch Eier und Milchprodukte konsumiert, stellen sich meist durchschlagende gesundheitliche Verbesserungen ein. Vielleicht hast ja auch Du in Deinem Familien- oder Bekanntenkreis bereits jemanden, der sich von einem chronischen Leiden allein durch den Verzicht auf bestimmte oder alle tierischen Produkte befreit hat? Die Zahl der Menschen, die durch eine Ernährungsumstellung genesen konnten, steigt kontinuierlich an! Das Potential in diesem Bereich, gerade in Kombination mit anderen Gesundheitslehren wird die Industrie-Medizin der postmodernen Steinzeit in ihren überfälligen Ruhestand verweisen.

Abseits der vielen gesundheitlichen Vorzüge und der langfristigen Perspektiven für die Landwirtschaft, für die Umwelt usw., die ich an anderer Stelle bearbeiten möchte, bietet das Thema „Vegan-Survival“ auch für Überlebenssituationen ein großes, bisher vielfach unterschätztes Potential!

Vegan-Survival funktioniert prächtig!

Es ist faktisch ganz leicht möglich, sich ausschließlich von pflanzlichen Ressourcen zu ernähren und sich alles herzustellen, was man zum Leben und Überleben braucht (das richtige Survivalwissen vorausgesetzt!).

Man kann tatsächlich alles, aber auch alles, aus pflanzlichen bzw. natürlichen Quellen improvisieren und herstellen, ohne dass auch nur ein einziges Tier dafür getötet werden müsste!

Gelegenheit macht Leder!

Dies steht übrigens auch in keiner Weise im Widerspruch dazu, z.B. verendete Tiere (Aß) zu verwerten, soweit das möglich ist. Das heißt Sehnen, Knochen, Häute, Felle usw. können natürlich trotzdem verwendet werden, wenn man darauf steht. Immerhin sind die tierischen Ressourcen auch sehr hochwertig und können teils, auch auf primitivste Weise verarbeitet, zu guten Ergebnissen führen. Gleiches gilt auch für Wolle. Moralische Bedenken ausgeklammert, ist dieser Rohstoff ohne größeres Tierleid leicht zu gewinnen.

Somit bilden dieser Artikel und auch diese Kategorie kein Plädoyer gegen jede Form tierischer Ressourcen im Survival im Allgemeinen, es geht darum zu zeigen, dass man diese einfach nur nicht braucht!

Gerade für Überlebenssituationen hat sich das Verwerten tierischer Bestandteile doch so bewährt, es wäre töricht zu behaupten, dass dies deshalb kategorisch auszuschließen sei. Tierische Erzeugnisse, wie man so schön sagt, sind für Notzeiten relevant, nicht für Zeiten des Friedens, Wohlstands und völligen Übermaßes, wie es heute der Fall ist.

Ausblicke

In Zukunft wird Survivalwissen.de verstärkt über Vegan-Survival und über viele interessante wissenschaftlich fundierte Ergebnisse berichten und Fakten zum Thema auf den sprichwörtlichen Tisch legen, die sicherlich für Überraschungen sorgen werden. Vegan ist übrigens nicht gleich vegan. Innerhalb dieser Einstellung gibt es verschiedene Auslegungen und spezielle Gesundheitspraktiken sowie philosophische Ansätze. Einiges davon wirst Du in Zukunft hier finden!

 

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