Top-Survival-Food Kletten!

Kletten (Arctium spec.) sind spitzenmäßige Nahrungsmittel zu jeder Jahreszeit!

Große Klette

Kletten sind absolutes Survival-Food und liefern mehr als genug Energie zum überleben auch längerer Zeiträume!

Diese Pflanzen kommen überall in Eurasien und Nordamerika vor. Viele Arten finden sich auch auf der Südhalbkugel als Neophyten (eingewanderte Arten). Kletten kannst Du ganzjährig als Survival-Nahrung heranziehen.

Viele nützliche Inhaltsstoffe

Vor allem die Wurzeln und Samen  enthalten massenweise Nährstoffe, darunter Inulin, Fette, Proteine und verschiedene Vitamine sowie Mineralien. Die Wurzel der Großen Klette (Arctium lappa) enthält bis zu 70 % Inulin, die der kleinen Klette (Arctium minus) etwa 25 %! Die Samen enthalten vor allem Fette bzw. Öle.

Als Survival-Food

Alle Teile der Kletten sind potentiell essbar. Die leicht stacheligen Blütenstände ausgenommen. Allerdings schmecken manche Bestandteile fürchterlich bitter.

Die Blätter können roh und klein geschnitten Salate bereichern. In die riesigen Blätter der Großen Klette kannst Du hervorragend Deine gesammelte Nahrung einwickeln und z.B. in der Glut Deines Feuers backen.   Die Stängel können wie Spargel gekocht werden. Schmecken aber nicht so gut wie Spargel…

Klettenblätter

Die Blätter von Kletten sind oft riesig und eignen sich auch dafür, um Zunder zu transportieren oder Unterschlupfe zu bedachen.

Die Wurzeln kannst Du ganzjährig ausgraben, was sehr viel Arbeit bedeuten kann! Bei der Großen Klette kann die Wurzel bis zu einen Meter lang sein und dabei eine maximale Dicke von 5 cm überschreiten. Das bedeutet viel energiereiche Nahrung! Schäle die Wurzeln vor der weiteren Verarbeitung ab. Die Wurzeln schmecken in Scheiben geschnitten und kurz geröstet oder gebraten vorzüglich. Alternativ kann man auch den stärkehaltige Teil aus dem Innern der Wurzel kratzen, trocknen und das entstandene Mehl zu “Gebäck” verarbeiten. In der Not genießt man Klettenbrot!

Die Samen können vom Spätsommer bis ins Frühjahr gut gesammelt werden!

Samen der Kleinen Klette

Hier siehst Du die Samen der Kleinen Klette (Arctium minus)

Naturheilkunde

Kletten sind auch traditionelle Heilpflanzen und werden bei unterschiedlichen Leiden eingesetzt. Beispielsweise wirkt ein aus den Wurzeln der Kletten aufgebrühter Tee blutreinigend, harntreibend und gegen Magenbeschwerden und Verdauungsstörungen. Äußerlich als Umschlag oder Waschung angewandt, kann selbiger Tee zur Unterstützung der Wundheilung oder gegen unreine Haut genutzt werden. Außerdem werden damit entzündliche Hauterscheinungen und Ausschläge behandelt. Ferner entdeckte man mittlerweile auch tumorhemmende Wirkstoffe in der großen Klette. Die Liste der Heilanwendungen könnte noch fortgesetzt werden.

Fazit

Wenn Du in der Klemme steckst und eine Weile in der Wildnis überleben musst oder Du Dich schlicht und einfach freiwillig in eine Outdoor-Survival-Situation gebracht hast, nutze Kletten! Man kann sich wahrlich eine ganze Zeit lang ausschließlich von Kletten ernähren und dabei sehr gut überleben. Erinnere Dich, dass Du aus den Wurzeln und Samen lange haltbares Mehl herstellen kannst. Dieses eignet sich auch zum Bevorraten.

Mehr zur Verwendung der Klette als Survival-Food und Naturheilmittel findest Du im “Band 1 Wilde Superfoods für die kalte Jahreszeit: Nahrungs- und Heilpflanzen im Winter | finden & verwerten” der Buchreihe “Mit wilden Superfoods durch das Jahr”.

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