Survivalmesser Tipps – wie wählt man das Richtige?

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Messerauswahl Survivalwissen

Die Wahl des richtigen Messers!

Messerauswahl Survivalwissen

Ja, es ist gar nicht so leicht, das richtige Survivalmesser zu finden. Neben den vielen Marken, Formen und Größen, spielen viele weitere Faktoren eine Rolle. Manche Menschen vermitteln zum Thema Survivalmesser den Eindruck, es handele sich dabei um eine komplizierte Wissenschaft, zu der Menschen, die nicht viele Jahre lang „Survivalmesserei“ studiert haben, keinen Zugang finden können. Woran kann man sich bei der Wahl des eigenen Überlebensmessers orientieren? Was zeichnet ein gutes Messer aus? Welches Messer passt zu mir?


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Zunächst wollen wir kurz der Frage annehmen, was überhaupt ein Survivalmesser ist!

Ein Survivalmesser soll den härtesten Anforderungen im realen Einsatz genügen. Es muss nicht nur absolut sicher zu bedienen sein, sondern sich vor allem durch Robustheit und Langlebigkeit auszeichnen. Auf den Punkt gebracht, ist Dein Survivalmesser genau das Messer, auf das Du Dich im Ernstfall zu 100% verlassen können. Ein Survivalmesser muss so gut sein, dass es im Notfall sämtliche Werkzeuge ersetzen kann und sich jedwede Ausrüstung damit herstellen lässt. Ein Überlebensmesser sollte ein Multitalent sein und möglichst viele Aufgaben übernehmen können, wenn es darauf ankommt. Demnach ist ein gutes Survivalmesser meist auch ein gutes Bushcraftmesser! Beispiele für gute Messer findest Du u.a. HIER.

Für den schnellen Überblick:

Worauf solltest Du bei der Wahl des Messers achten, damit es den realen Anforderungen gewachsen ist?

  • Die Klinge sollte  durchgehend („FULL TANG“) und feststehend sein. Im Bushcraft-Einsatz ist das meist ratsam! Es gibt aber auch berechtigte Ausnahmen für diese Regel!
  • Auch sollte die Klinge eine dem bevorstehenden Einsatz angemessene Länge und Dicke haben (Klingenlänge: zwischen 8 und 17 cm finde ich optimal | Klingenstärke: ab 3 mm aufwärts)
  • Der Stahl sollte optimaler Weise einen Härtegrad von 58-60+ HRC (Rockwell) aufweisen.
  • Ein Messergriff muss äußerst gut in der Hand liegen und sich durch Langlebigkeit auszeichnen (Holzgriffe fallen meiner Meinung nach aus! Griffmaterialien wie „Micarta“, G10 oder ähnliche sind vorzuziehen!). Von der Form des Griffes her ist es wichtig, darauf zu achten, dass er keine Blasen verursacht und ein sicheres Arbeiten ermöglicht, um etwaige Verletzungen zu vermeiden.
  • Das Messer könnte zudem über Zusatzfunktionen verfügen (Ösen zur Befestigung; Eine sinnvoll durchdachte Scheide mit diversen Extras; Ein geschärfter Klingenrücken z.B. zum Feuer machen, eine Hammerfläche usw.)
  • Es sollte robust und belastbar sein und extrem lange halten, möglichst für immer!

Wenn Du Dich an diesen Hinweisen orientierst, fallen viele Messer bereits aus. Letzten Endes, ist im Notfall das beste Messer immer das, was Du hast, selbst wenn es nur ein scharfkantiger Stein oder Knochen sein sollte! Du kannst freilich mit jedem Messer überleben, doch wir suchen hier nach Kriterien für ein wirklich unverwüstliches Alleskönner-Messer!

Welcher Stahl ist der Beste?

Das ist bei der großen Auswahl an sehr guten Stahlsorten oft eher eine Frage des Geschmacks. Natürlich gibt es weltweit zahlreiche verschiedene Stahlsorten mit unterschiedlichen Zusammensetzungen, Vor- und Nachteilen für den Einsatz im Bushcraft und Survivalbereich. Es sind viel zu viele einzelne Details dabei ausschlaggebend, als das man sie hier zusammen aufführen könnte. Daher nutze ich meine persönliche Freiheit und Erfahrung und biete Dir eine grobe Einteilung in zwei Gruppen an. Bevor Du ein Messer kaufst, solltest Du die verwendete Stahlsorte selbst genau betrachten und entsprechend eigener Einschätzungen oder mit fachkundigem Rat beurteilen.

Carbonstahl

Carbonstahl ist extrem belastbar und leicht zu schärfen, kann dafür aber, spätestens nach Abnutzung der eventuell vorhandenen Beschichtung, anfangen unter realen Einsatzbedingungen Rost anzusetzen. Eine Klinge aus Carbonstahl ist daher manchmal etwas pflegeintensiv, was sich aber aus Sicht vieler begeisterter Nutzer lohnt. Vermeide so gut wie möglich langanhaltende Feuchtigkeitseinwirkung und den steten Kontakt zu Fruchtsäuren. Rostflecken bedeuten übrigens nicht unmittelbar eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit der Klinge, sondern stellen meist nur ein optisches Manko dar!

Rostfreier Stahl und Werkzeugstahl

Rostfreier Stahl hat auch einen hohen Carbon-Anteil, der allerdings mit ausreichend Chrom angereichert worden ist, um ein rosten weitgehend zu verhindern. Werkzeugstahl vereint letztlich die positiven Eigenschaften von Carbon- und Rostfreiem Stahl, bei etwas geringerem Chromanteil. Beide Stahlarten sind auch unglaublich stark, aber meist schwieriger zu schärfen. Dafür rosten diese auch nicht, egal was Du damit anstellst. Mit Erfahrung im Schleifen macht das häufig berichtete Problem mit dem schwierigen Schärfen nicht wirklich etwas aus. Oft fehlt denen, die darüber klagen nur die richtige Ausrüstung, um effektiv ein Messer zu schärfen. Obwohl diese Stahlsorten nicht so stabil wie der Carbonstahl sind, reichen diese in der Regel trotzdem, auch unter harten Bedingungen,  vollkommen aus. Wenn Du mit viel Nässe rechnest, dann greife ruhig zu diesen und ähnlichen Stahlsorten.

Was ist mit dem Messergriff?

Der Griff ist für die Wahl des Messers beinahe so entscheidend wie die Klinge. Wichtig ist aber auch beim besten Griffmaterial darauf zu achten, dass der Griff ergonomisch optimal in der Hand liegt. Du beugst damit schon im Vorhinein Blasen vor, wenn Du lange und viel mit dem Messer arbeiten musst.

Micarta und G10

Das meiner Meinung nach beste Material ist Micarta. Es sieht nicht nur edel aus, sondern ist in jeder Situation absolut verlässlich. Das Material besteht vereinfacht gesagt aus mehreren Schichten Leinen und Kunstharz. Micarta ist rutschfest bei Feuchtigkeit, unempfindlich gegen extrem Temperaturschwankungen und Nässe und nutzt sich auch nach langem Gebrauch kaum bis gar nicht ab. Micarta toleriert gröbste Anwendungen spielend leicht und liegt geschmeidig in der Hand.

G10 ist ein Material, welches aus Glasfaser und Kunstharz gefertigt wird und von den Eigenschaften her Micarta sehr ähnlich ist. Allerdings berichten viele darüber, dass es bei Feuchtigkeit weniger Griffigkeit behielte. Eventuell ist diese Einschätzung eher subjektiver Natur. Beide Griffmaterialien gefallen mir gut!

Was ist mit anderen Materialien?

Holzgriffe nutzen sich ab, weichen auf, gehen schneller kaputt. Billiger Kunststoff wird bei Feuchtigkeit schneller rutschig, was bei vielen Arbeiten die Verletzungsgefahr drastisch erhöhen kann. Außerdem sind viele Materialien nicht Temperaturbeständig, was dazu führt, dass diese sich bei Hitze ausdehnen und aufplatzen oder bei Kälte zu stark zusammenziehen und rissig werden oder sogar abbrechen können. Genietete und verschraubte Griffe verursachen bei langem intensivem Gebrauch mit größerer Wahrscheinlichkeit heftige Blasen an den Händen, was im Notfall besonders schlimme Konsequenzen haben kann.

Auch hier gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel!


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Fazit:

Ich hoffe die Anregungen hier konnten Dir weiterhelfen und erleichtern Dir die Qual der Wahl ein wenig, ganz abnehmen, kann ich sie Dir allerdings nicht. Letztlich kannst nur Du Dein Überlebensmesser aussuchen und nur Du wirst es benutzen. Daher rate ich Dir, gehe in ein entsprechendes Fachgeschäft und nimm ein Messer in die Hand. Das ist der sicherste Weg ein passendes zu finden. Eine zeitgenössische Alternative ist, sich allerlei Messer liefern zu lassen, diese zu Hause zu testen und dann ggf. wieder zurück zu schicken. Auch gut! Hauptsache Du findest Dein Messer.

 

 

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*Letzte Aktualisierung am 19.02.2021 um 15:16 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API Haftungsausschluss: Die Preise werden autmatisch durch Amazon aktualisiert, wir können daher keine Gewähr für die vollständige Aktualität der einzelnen Preise übernehmen.