Pflanzliches Survival-Food im Winter!

Pflanzliches Survival-Food im Winter?

Auch zur kalten Jahreszeit gibt es noch viele essbare Pflanzen, die wir für unsere Notnahrungszwecke heranziehen könnten.

Wichtig ist dabei in erster Linie, dass Du weißt, wo Du die Pflanzen finden kannst. Außerdem auch, wie Du diese sicher identifizieren und Deine Beute richtig zubereiten kannst.

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Welche Nahrung gibt es?

Pflanzliche Survival-Nahrung können wir im Winter aus mindestens drei groben Kategorien beziehen.

Kategorie I

In der ersten Kategorie finden wir die Wurzeln bzw. Rhizome der Pflanzen. Diese können eigentlich das ganze Jahr über aus dem Boden gegraben werden, was natürlich im Winter umso interessanter ist. Dann nämlich werden die Oberirdischen Teile meist rar. Wurzeln enthalten viel Kohlenhydrate (= Energie) und können vielfältig weiterverarbeitet werden. Du kannst sie kochen, rösten oder trocknen. Getrocknete Wurzeln können zu Mehl vermahlen werden, was Dir dann die Option gibt, daraus Teigwaren herzustellen. Pflanzen deren Wurzeln Du im Winter gut finden könntest, sind z.B. die der Goldrute, der großen Klette, des Löwenzahns oder des Schilfrohrs. Es gibt natürlich noch sehr viele Weitere.

Kategorie II

Vogelmiere im Dezember

Vogelmiere an einem schönen Dezembertag!

In der zweiten Kategorie finden wir Pflanzen, die ganzjährig gedeihen, also im Winter nicht verwelken. Darunter abermals der Löwenzahn, Gänseblümchen, Wegeriche, Hirtentäschel oder auch Labkraut. Die oberirdischen Teile können das ganze Jahr über gesammelt werden. Im Winter kannst Du diese Pflanzen noch unter einer dichten Schneedecke finden. Das Pflanzenmaterial kannst Du trocknen und zu einem nahrhaften Mehl verarbeiten, dieses wird Deine übrigen Speisen bestens ergänzen (siehe auch “pflanzlicher Proteinvorrat”). Auch in dieser Kategorie gibt es noch viele weitere Beispiele.

Kategorie III

In der dritten Kategorie finden wir die Beerenfrüchte. Viele der im Winter gedeihenden Beeren sind essbar, gleichwohl diese laienhaft meist als Vogelbeeren verkannt werden. Hierzu zählen sowohl Eberesche, Hagebutten und Schwarzdorn, als auch Weißdorn und die Elsbeeren (Mehlbeeren). Diese Früchte enthalten Zucker und liefern Energie. Manchmal lohnt es sich die Früchte zu kochen, (Elsbeere) um Bitter- und Gerbstoffe loszuwerden. Bei anderen empfiehlt sich, einfach roh in den sprichwörtlichen sauren Apfel bzw. in die teuflisch-bittere und herbe Beere zu beißen. Das betrifft in der obigen Aufzählung vor allem Schwarzdorn, aber es geht ja eh bloß um das Überleben! Weißdorn und Hagebutten schmecken z.B. auch roh sehr gut.

Pflanzliches Survival-Food im Winter!

Hagebutten gehören zur klassischen Survival-Nahrung im Winter! Die Kerne werden vor dem Verzehr entfernt.

 

 

Mehr pflanzliches Survival-Food im Winter und wie Ihr dieses für Nahrungs- und Heilzwecke nutzen könnt, erfahrt ihr in unserem Buch:

Wilde Superfoods im Winter: Nahrungs- und Heilpflanzen finden & verwerten (Mit wilden Superfoods durch das Jahr)
  • Xenia Schaad, Niclas Seiters
  • Herausgeber: BoD - Books on Demand
  • Auflage Nr. 2 (01.08.2019)
  • Taschenbuch: 116 Seiten

 

 

 

 

 

 

 

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