Schnecken essen?!

Schnecken essen?

Schneckenhaufen

Es gibt nur wenig Nahrung aus der Natur, die einen derart hohen Nährwert aufweist und so einfach zu bekommen ist, wie Schnecken! Während diese Tiere in manchen Ländern noch traditionell auf dem täglichen Speiseplan stehen (z.B. in Frankreich), denken die meisten Menschen beim Anblick einer Schnecke nicht an ein Nahrungsmittel. Zugebenermaßen ist die Zubereitung auch so gewöhnungsbedürftig wie der Verzehr, doch in Notsituationen kann es auch Dir das Leben retten.

Schnecken sind potentiell ganzjährig zu finden, da sie sich mit einem Kalkdeckel geschützt überwinternd in einer Kältestarre befinden. Vor allem im Frühling und Sommer sind die Tiere sehr leicht zu finden und vielzählig zu „jagen“.

Schleichende Proteinbomben

Achatschnecke

Essbar wie fast alle Gehäuseschnecken: Die Achatschnecken, die in Feuchtgebieten bzw. in Gewässernähe vorkommen.

Schnecken bestehen im Wesentlich aus Proteinen und einem kleineren Teil Fett. In der Regel haben diese Tierchen einen Proteingehalt von 30 bis unglaubliche 70%.

Bei der Ernährung aus der Natur gilt Protein meist als besonders kostbarer Nährstoff. Auch wenn sie gewiss nicht als Hauptenergielieferanten für den Organismus fungieren (das übernehmen Fette und Kohlenhydrate), sind Proteine unter den wichtigsten Bausteinen für unseren Körper, vor allem für unsere Muskeln. Um langfristig gesehen bei Kräften zu bleiben oder einfach die zuvor antrainierte Kraft unter Survival-Bedingungen zu erhalten, ist eine gewisse Zufuhr von Proteinen über die tägliche Ernährung zu beachten.

Es gibt auch ganz andere Ernährungskonzepte, als jene, die traditionell in westlichen Gesellschaften gelehrt und derzeit am häufigsten verbreitet werden. Darüber wirst Du künftig auf Survivalwissen.de noch viel lesen und erfahren, denn es gibt da einige Dinge, die ganz einfach gesagt, den Horizont erweitern oder sogar die Welt auf den Kopf stellen.

Vorsicht!

Schnecken können in hohem Maße mit Parasiten verseucht sein und sollten daher immer nur ordentlich durchgegart verzehrt werden!

Außerdem solltest Du keine Nacktschnecken verzehren! Nicht nur wegen der potentiell gefährlichen Parasiten im Schneckenleib, sondern weil diese widerwärtig schlecht schmecken, da alle Organe mitgegessen werden müssen. Nacktschnecken auszunehmen ist fast nicht machbar und verschmutzt die Hände und Werkezuge/ Messer genauso wie jedes Kochgefäß in höchstem Maße. Die Reinigung fällt noch schwerer als der Verzehr des scheußlichen Glibbers, der von so einer Aktion übrig bliebe. Am besten lässt man das einfach bleiben! Man muss es ja auch nicht übertreiben.

MERKEN: Halte Dich bei einem Rückgriff auf Schnecken als Survival-Food an „gehäusetragende“ Schnecken, also Schnecken mit einem typischen Schneckenhaus!

Zubereitung von Schnecken

Für die Schnecke ist das nicht sehr lustig, aber für Dich eine sichere Form der Zubereitung.

Wie gesagt, sollten Schnecken immer gegart bzw. gekocht werden. Du kannst die Tiere samt Gehäuse in kochendes Wasser oder mit der Öffnung nach oben in die Glut eines Lagerfeuers legen. Anschließend entfernst Du das Gehäuse und alle Organe. Schneide einfach alles ab (Mitteldarmdrüse etc.), was nicht so aussieht, wie die Teile der Schnecke, die allgemein sichtbar aus dem Gehäuse ragen, also nur der sogenannte “Schneckenfuß” und der “Kopf” werden gegessen!

Den essbaren Teil solltest Du entweder garen oder auch rösten.

Guten Appetit!?

 

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