Quecksilber im täglichen Leben

Wie real ist die Gefahr durch Quecksilber im Alltag?

Quecksilber ist ein chemisches Element im Periodensystem mit dem Symbol Hg und der Ordnungszahl 80. Das Besondere an diesem Schwermetall ist seine Eigenschaft, flüssig zu sein und bei gewöhnlichen Temperaturen zu verdampfen.
Quecksilber ist ein sehr bindungsfreudiges Element. Die Verbindung kann organisch sein, also z.B. mit Schwefel, Methyl oder Wasserstoff, oder aber auch mit anderen Metallen, wie Kupfer, Zink, Silber oder Gold, erfolgen.

So interessant wie dieser natürliche Stoff ist, Quecksilber gilt als Umweltgift, als gewässergefährdend, krebserregend,
nerven- und erbgutschädigend, hochgiftig für Menschen.

Wo kommt man mit Quecksilber in Berührung?

Die früher gängigen Quecksilber-Fieberthermometer sind immerhin längst vom Markt und wenn man noch im Besitz eines solchen sein sollte, kann man ihn ganz einfach in einem Glas verschlossen als Sondermüll entsorgen. Gut lüften und kein Grund zur Panik. Das Quecksilber im Thermometer drin wird euch schon nicht anspringen, da aber die Dämpfe giftig sind, ist es trotzdem ratsam, auf Nummer sicher zu gehen und alte Quecksilber-Thermometer einfach zu entsorgen.

Quecksilber im täglichen Leben

Das Quecksilber in Meeresfrüchten und -tieren stellt hingegen eine reelle Gefahr für den menschlichen Organismus dar. Betrachten wir uns weiter, wo überall wir Quecksilber ausgesetzt sind, müssen wir feststellen, dass es schwer zu beurteilen ist, wann die Grenze zu einer Quecksilber-Vergiftung überschritten ist. Selbst, wenn gesetzliche Grenzlinien individuell eingehalten werden, lässt sich das wahre Ausmaß der Quecksilber-Einwirkungen auf den Menschen durch verschiedenste unkontrollierte Faktoren im Alltag nicht richtig ausmachen.

Potentielle Quecksilber-Quellen im Alltag.

  • In Meeresfrüchten, Algen, Fisch; zu stark belastet zählen Haie, Thunfische oder auch Schwertfische.
  • U.a. stoßen Zementwerke und Bergwerke über ihre Dämpfe beträchliche Mengen Quecksilber in die Umwelt, mancherorts sind die Wiesen und Örtlichkeiten von weißlichem, verunreinigtem Zementstaub regelrecht übersät. In NRW gibt es mit Abstand die meisten Zementwerke in Deutschland.
  • In Impfungen für Menschen und Tiere (bis vor Kurzem war es die Regel, dass Impfungen Quecksilber als Konservierungsstoff enthielten und auch heute noch wird es oft genutzt).
  • Amalgam-Zahnfüllungen.
  • In manchen Medikamenten.
  • Als Information in der Homöopathie.
  • In Kosmetika, Cremes u.ä. – siehe Fallbeispiel weiter unten.
  • Im Trinkwasser, Grenzwert von 0,001 mg/l – unter Umständen kann es zu höheren Werten kommen.
  • Energiesparlampen, Battieren, immer noch häfuig in Pflanzenschutz- und Holzschutzmitteln.
  • In manchen ausländischen Kunststoffen, die unter anderem auch für die Spielzeugherstellung verwendet werden und durch Bestellungen bei Online-Shops leicht nach Europa kommen können.
  • Natürliches Vollkommen: bei Vulkanausbrüchen, bei der Verwitterung von Gesteinen.

Die Spielzeugrichtlinie der Europäischen Union vom 18. Juni 2009 sieht einen Migrationswert von 94 mg Quecksilber pro Kilogramm Spielzeug vor. Dies betrifft mechanisch abgeschabtes Spielzeugmaterial und kann passieren, wenn Kinder das Spielzeug in den Mund nehmen und mit den Zähnen daran reiben. 1988 waren es maximal 60 mg/kg.

Allum.de

Folgen einer Quecksilber-Vergiftung (Merkurialismus)

Quecksilber wird heute als Ursache vieler chronischer Erkrankungen bis hin zu Autoimmunerkrankungen identifiziert.

Gelangt Quecksilber in den Körper hat das verheerende Konsequenzen und meist schleichende Leiden zur Folge. Das edle Metall verdunstet bei normalen Temperaturen und geht, z.B. beim Einatmen oder aus dem Zahnamalgam heraus, organische Verbindungen im Körper ein. Sogleich besitzt es die Fähigkeit, die Schutzbarrieren des Organismus zu durchlaufen und sich großflächig zu verteilen.

Quecksilber-Symptome erkennen

Nicht wenige Menschen, denen die Schulmedizin ein bestimmtes chronisches Leiden diagnostiziert hat, leiden primär an einer Quecksilbervergiftung und könnten nach erfolgter entsprechender Behandlung wieder genesen. Wird das Quecksilber mit geeigneten Methoden ausgeleitet, regeneriert sich auch oft die Gesundheit der Betroffenen.

Fallbeispiel: Frau mit Demenz, Depressionen, epileptischen Anfällen, Veränderungen im Gehirn, Ganzkörperschmerzen, Hautentzündungen an Extremitäten (54 Jahre)

Der Spiegel online berichtete 2017 von einer 54 jährigen Frau aus Marokko, die ausgeprägte Symptome einer Quecksilber-Vergiftung zeigte.

Damals war die Frau seit mindestens 5 Jahren dement. Sie war zwar insgesamt sehr fit, zeigte aber typische Symptome, wie Wortfindungsstörungen, Orientierungslosigkeit und Schwierigkeiten, Bekannte zu erkennen. Zudem erlitt sie immer wieder epileptische Anfälle und war depressiv. Bei einer Blutentnahme wurde schließlich eine starke Quecksilber-Vergiftung festgestellt. Nach mehr als 5 Jahren der Krankheit und der symptomalen Behandlung durch deutsche Schulmedizin stellten Experten an der Technischen Universität, Abteilung für klinische Toxikologie und Giftnotruf in München, stark erhöhte Quecksilber-Werte im Blut fest. Damals schien ein Medikament angezeigt, um das Quecksilber aus dem Körper zu leiten. Schon durch diese Maßnahme verbesserte sich der Zustand der Frau in kurzer Zeit bereits auffällig!

Quecksilber ausleiten, Giftquellen aus dem Alltag entfernen.

Es begann die Suche nach der Ursache. Woher hat die Frau so viel Quecksilber aufgenommen? Hoher Fischkonsum, Zahn-Amalgam und die Nähe zu einem Bergwerk während ihrer Kindheit in Marokko konnten als ursächliche Faktoren ausgeschlossen werden. Das Fass zum Überlaufen gebracht, hat schließlich eine kosmetische Hautbleichungscreme. Diese ausländische Creme überschritt die Quecksilber-Grenzwerte für Kosmetik. Die Creme wurde sofort, vermutlich sachgerecht, per Sondermüll entsorgt. Unmittelbar setzte sich die Regeneration des Organismus in Gang und wenige Wochen später kehrte die kognitive Leistungsfähigkeit der 54 jährigen Frau bereits teilweise wieder. Die Demenz ging also zurück.

Quecksilber im täglichen Leben

Bild von Arek Socha auf Pixabay.

Industrie, Hauptverursacher von Quecksilber-Emissionen

Heute fallen in der Industrie jährlich mehrere hunderttausend Tonnen Quecksilber als Neben- oder Abfallprodukt an, zusätzlich werden mehrere Tausend Tonnen bei verschiedenen Produktionen in die Atmosphäre abgegeben.

Der Großteil des weltweit vom Menschen verursachten Quecksilbereintrags in die Umwelt entsteht durch die Produktion von Wärme und Strom aus Kohle, Öl oder Gas sowie durch kleingewerblichen Goldbergbau. Quecksilber wird weltweit in der Chloralkali-Industrie, in Messinstrumenten oder auch in Kosmetika verwendet. Den Abbau von Quecksilber-Erzen hat die EU wegen der hohen Belastungen für die Umwelt seit 2000 eingestellt. Die weltweit letzte offiziell betriebene Quecksilbermine befindet sich in Kirgistan.

Umweltbundesamt

 

Die Chemie und Pharmaindustrie, Kohlekraftwerke, Müllverbrennungsanlagen, die Stahl- und Zementindustrie und weitere bedeutende Elemente der Wirtschaft sorgen allein in Deutschland jährlich für ca. 10 Tonnen Quecksilber, die künstlich in die Atmosphäre gespeist werden und regional vermehrt Luft, Gewässer, Pflanzen, Tiere und Menschen vergiften.

Quecksilber im Körper

Fakt ist, die Menschen heute sind seit mehreren Generationen einer künstlich stark erhöhten Quecksilberbelastung ausgesetzt und erleiden schleichend Vergiftungs- und Entzüngungsprozesse, die über die Jahre scheinbar plötzlich großflächigen Schaden anrichten können. Viele, unter anderem neurologische und psychologische Symptome müssen gezielt auf eine Quecksilbervergiftung überprüft werden.

Bei Langzeit-Aufnahme von anorganischen und organischen Quecksilber-Verbindungen, wie z.B. bei einer lang andauernden inhalativen Belastung mit Quecksilberdampf, kommt es zu Schäden von Nieren, Magen, Immun- und Nervensystem.

Umweltbundesamt

Es steht außer Frage, dass Quecksilber für eine ganze Reihe von schweren und chronischen  Zivilisationskrankheiten ursächlich ist bzw. den Verlauf solcher Erkrankungen negativ beeinflusst. Besonders neurodegenerative Erkrankungen, Krebs, DNS-Schäden und psychische Verhaltens- und Entwicklungsstörungen werden häufig als Folgen einer vermehrten Quecksilbereinwirkung diskutiert.

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Im weiteren Verlauf des Artikels legen wir folgende Schwerpunkte:

  • Was ist der Unterschied zwischen organischen und anorganischen Quecksilber-Verbindungen?
  • Grenzwerte und ihre Anwendung
  • Wie und warum schadet Quecksilber?
  • Wirkweisen auf den Körper
  • Zahnamalgam und die Gefahr dahinter
  • weitere Symptome und Krankheitsbilder, die durch Quecksilber hervorgerufen werden
  • Leitsymptome einer Quecksilbervergiftung
  • Quecksilberbelastung minimieren & Ausleitungen

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