pflanzlicher Protein-Vorrat

In der Wildnis ist man nach traditioneller Auffassung sehr stark von tierischen Nahrungsmitteln abhängig, um eine längere Zeit leistungsfähig und gesund zu bleiben – es fehlten sonst die Proteine, heißt es. Auch im Hinblick auf das Prepping für etwaige Extremsituationen, sei es nun ein länger währender Stromausfall, ein unerwartet starker Winter, der z.B. die Handelswege blockiert, oder im schlimmsten Fall tatsächlich ein Krieg, ist die Versorgung mit Proteinen und Vitalstoffen langfristig von bedeutender Wichtigkeit. Bei Proteinen denken alle zunächst an Fleisch und tierische Nahrungsmittel. Was aber, wenn Dir kein Fleisch (mehr) zur Verfügung steht? Wenn Du eine vegetarische oder eine vegane Ernährung pflegst? Unabhängig davon, mit welcher Ernährungsphilosophie man sich wohl fühlt, kann man im Pflanzenreich bei ausreichender Kenntnis viele sehr proteinreiche pflanzliche Nahrungsmittel finden. Was bringt einem ein pflanzlicher Protein-Vorrat?

Welche Vorteile bieten pflanzliche Proteinquellen?

Die Natur bietet durchaus viele Pflanzen mit einem nennenswerten Proteingehalt. So enthalten z.B. Rot- und Weißklee zwischen 18 – 22g überaus schmackhaftes Protein auf 100g rohem Pflanzenmaterial. Das ist echt viel und sogar mehr als bei einem gekochten Ei! Wer immernoch, aus welchen Gründen auch immer, ander Wertigkeit pflanzlichen Proteins zweifelt, der möge sich zu Bewusstsein führen, dass alle Proteine aus Aminosäuren bestehen und diese wiederum aus Atomen. Diese Atome heißen: Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff. Bei Pflanzen und bei Tieren ist das identisch. Der menschliche Körper verwertet das Eiweiß genauso wie das tierische. Der entscheidende Vorteil an Pflanzenprotein ist die Tatsache, dass Pflanzen eine Vielzahl an weiteren wichtigen Vitalstoffen enthalten, darunter Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien. In dieser Hinsicht sind pflanzliche Proteinquellen den tierischen Nahrungsmitteln in der Wertigkeit weit überlegen.

Einen pflanzlichen Protein-Vorrat anlegen

Viele Pflanzen, die sich gut für einen Protein-Vorrat eignen, findest Du auch im Winter unter einer Schneedecke. Dazu zählen unter anderem Löwenzahn, Gänseblümchen, Wegeriche, Klee und Winterkresse (Barbarakresse). Sicherlich sind die Pflänzchen, die Du im Winter findest, bei Weitem nicht so stattlich und massig vorhanden wie im Sommer und genau deshalb lohnt es sich, rechtzeitig einen Vorrat anzulegen. Du willst mehr relevante Pflanzen für die Survival-Ernährung oder die tägliche Küche? Dann klicke hier!

Pflanzen haltbar machen durch Trocknen

Das Trocknen von Pflanzenmaterial (Wurzeln, Blüten, Blätter) führt einerseits zu einer längeren Haltbarkeit und andererseits zu einer erhöhten Nährstoffdichte! Wenn Du in 100g rohem Löwenzahn lediglich 3g Protein bei etwa 30kcal hast, sind es im getrockneten Zustand bereits 27g Protein bei 250kcal. Bei Brennnesseln ist der Unterschied noch eindrucksvoller. In rohem Zustand enthalten 100g Brennnesseln 7g Protein bei 42kcal und im getrockneten Zustand haben diese sage und schreibe 50g Protein bei 265kcal! Ein entscheidender Unterschied in Survivalsituationen. Pflanzen eignen sich, wie Du anhand der Nährwerte gesehen hast, bestens für einen pflanzlichen Protein-Vorrat. Das getrocknete Material ist vergleichbar mit Mehl und kann daher lange und kompakt gelagert werden. Es lässt sich ebenso sehr vielfältig verarbeiten und beliebigen Speisen beimengen, z.B. zusammen mit anderem Mehl zu Teigfladen formen, in Suppen, Soßen, Müslis oder in “Proteinshakes”.

Der Protein Vorrat lässt sich optimal rationieren und liefert alle wichtigen Nährstoffe in ausreichender Menge.

TIPP:

Durch Mischen verschiedener Pflanzen kann man manchmal die besten Ergebnisse erzielen

und bestimmte Nährwerte erhöhen oder wunschgemäß ergänzen.

 

Pflanzen richtig trocknen

Damit Du Deine Pflanzen möglichst schonend trocknen und so das Maximum an Nährstoffen und Proteinen erhalten kannst, gibt es ein paar Kleinigkeiten zu beachten. Der optimale Platz zum Trocknen ist luftig, möglichst dunkel und nicht zu kühl oder zu heiß. Die pralle Sonne eignet sich daher nicht. Du kannst die Pflanzen zu Blumensträußen binden und kopfüber in der Wohnung aufhängen. Alternativ legst Du das Material auf ein Gitter. Wenn es schnell gehen soll, kannst Du  auch den Backofen verwenden. Wähle die unterste mögliche Wärmestufe bei Umluft aus. Die Trocknung im Backofen dauert etwa 2 – 4h, dabei solltest Du regelmäßig den Ofen lüften oder ein Tuch in die Ofentür klemmen, damit die Hitze nicht zu stark wird.

Dörrautomaten für optimale Ergebnisse

Wer ganz sicher gehen und dann das Maximum an Nährstoffen erhalten will, der kann sich einen Dörrautomaten anschaffen. Diese Dörrautomaten ermöglichen die schonende Trocknung bei etwa 42°C. Per Definitionem hast Du dann Rohkost-Protein 😀 Wieso auch nicht? Desweitern kannst Du Deinen Dörrautomaten nutzen, um auch Obst und Gemüse schonend zu trocknen und einzulagern. Auch wenn die Anschaffung kostet und der Betrieb auch, so spart man nachhaltig gesehen sehr viel, wenn man einfach alle überschüssigen oder auch wilden Lebensmittel trocknet.

 

Das getrocknete Pflanzenmaterial lässt sich vielseitig verwenden. Du kannst es zum Backen von Broten und Fladen verwenden, für die Verfeinerung von Suppen, Breien und Smoothies oder einfach so mit Wasser vermischen und als Proteinshake einnehmen.

Lagere Deinen pflanzlichen Proteinvorrat in dunklen Gläschen. Über die Haltbarkeit lässt sich keine genaue Angabe machen, aber wir denken, dass Du mit getrockneten Wildpflanzen so verfahren kannst wie mit handelsüblichen Gewürzkräutern.

Ein pflanzlicher Proteinvorrat ist eine gute Ergänzung auf langen und anstrengenden Touren. Die Trocknung kann an nahezu jedem Ort durchgeführt werden.

 

 

 

 

 

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