ksK´s im Urban-Prepping

ksK´s im Urban-Prepping und wie Du welche anzettelst!

elefanten ksk xenia schaad

Ein absolut wichtiger Punkt beim Urban-Prepping sind Gemeinschaften und Netzwerke zwischen Menschen, welche die Notwendigkeit einer selbstständigen Krisenvorsorge erkannt haben und solidarisch wie systematisch umsetzen wollen.

Ich erinnere hier gerne wieder einmal an meinen Aufruf zu ksK´s – den konstruktiven symbiotischen Kooperationen. Diese sind der beste Schutz für den Einzelnen und das Kollektiv. KsK´s bieten die höchste Effizienz und gehören zu den sichersten Konzepten, um Extremsituationen in urbanen Gebieten zu überleben. Vor allem auch dadurch, dass sie ein probates Mittel sind, um sich untereinander zu helfen oder Gefahren zu vermeiden und notfalls abzuwehren. Urban-Prepping konfrontiert einen mit besonderen Herausforderungen, denen man am besten in der Gemeinschaft gewachsen ist.

Netzwerke brauchen Planung und Vorlaufzeit!

Solche Netzwerke sollten natürlich rechtzeitig begründet werden, am besten lange vor einer ernsten Situation, damit diese im Krisenfall bereits gut funktionieren.

Win-Win-Strategie ist der Schlüssel

Wenn Du in Deiner Nachbarschaft eine gewisse Gemeinschaft begründet hast, dann wirst Du in jeder misslichen Lage davon profitieren. Wer sagt überhaupt, dass man dafür erst eine große Krise braucht? Vielleicht ist Dein Kaffee alle und Du kannst beim Nachbarn anfragen, der Dir gerne aushilft, weil er weiß, dass Du ihm dafür demnächst ebenso gerne helfen wirst. Win-Win-Situationen sind der Schlüssel. Bei vollkommenen ksK´s gibt es keine Verlierer. Wenn Du auf deine Mitmenschen zugehst, um ihnen Wege der Kooperation anzubeiten, dann sag ihnen, was sie davon haben. Vermittele ihnen den Eindruck eines Gewinns und erkundige dich auch danach, welche Dinge, Ideen, Fähigkeiten der andere einbringen kann. Menschen helfen gerne und besonders dann, wenn sie dabei selbst gewinnen.

Freie offene Kooperationen sind starren Hierarchien und Regelwerken vorzuziehen!

Auch hinsichtlich ksK´s im Urban-Prepping zahlt sich eine zwischenmenschlich offene Atmosphäre aus. Ich rate dazu, Gemeinschaften in einer Weise zu organisieren, dass es lebendige Systeme entwickeln können, in denen alle Mitglieder ihre Vorteile sehen und sich gerne am Fortbestand der gemeinsamen Unternehmung beteiligen. Gemeinschaften, wo der Einzelne mit seiner einzigartigen Persönlichkeit zwischenmenschliche Anbindung erfahren kann, frei von Angst und Unterdrückung. Gemeinschaften, wo jeder auf seine Weise als Teil der gemeinsamen Sache integriert ist. Du solltest aktiv dafür sorgen, dass Du und Deine ksK-Mitglieder euch auf Augenhöhe begegnet. Es sollten keine unstimmigen Hierarchien Zwietracht säen und im Ernstfall zu einer Gefahrenquelle werden.

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Du und Deine Verbündeten sollten ein Team werden wie diese Wölfe – verschmolzen zu einer Einheit.

 

Negativ-Beispiel Konzerne

Viele Konzerne wirken z.B. nach dem Prinzipien destruktiver parasitärer Kooperationen. An der Spitze stehen Investoren und Vorstände und von da an folgt eine hierarchisch absteigende Nahrungskette bis zum weisungsempfangenden, stets ersetzbaren Arbeitssklaven. Gewinner sind nur die oberen 1% des Unternehmens. So sollte eine ksK selbstverständlich nicht beschaffen sein. Es sei denn, Du willst das die ksK schnell wieder zerbricht.

Worauf warten?

Am besten beginnst Du sofort damit eine entsprechend konstruktive Zusammenarbeit in Deiner Gegend anzuregen. Betrachte das Ganze vielleicht als Verein, Verbindung oder sogar als Unternehmen und stehe dem Ganzen, bei aller Euphorie, mit Respekt und dem nötigen Ernst gegenüber. Diese Verbindung wird Dein Überleben sichern und alle Mitglieder sollen sich gleichermaßen auf diese Struktur verlassen können. Ich stelle mir das ein bisschen so vor, wie einen Stamm. Je mehr Wege der Kooperation begangen werden, umso enger rückt die Gemeinschaft zusammen, umso mehr lernt man sich kennen und umso tiefer wird die zwischenmenschliche Verbindung. Das stärkt in Krisenzeiten das Engagement und die Courage jedes Einzelnen und gibt sozialen-Rückhalt in besonders schweren Zeiten.

Interne Angelegenheiten in Ruhe planen und schrittweise umsetzen

Regelt interne Dinge gemeinsam in der Gruppe und setzt bei Schwierigkeiten eine Moderation ein. Stimmt ab oder nutzt andere Verfahren, um einen möglichst allgemeinverträglichen und zielgerichteten Konsens zu finden. Wie Ihr dann z.B. die interne Hierarchie regelt, oder ob es überhaupt eine geben muss, könnt Ihr Euch dann in aller Ruhe untereinander ausdenken und abstimmen. Es kann sinnvoll sein eine Art demokratischer Struktur aufzubauen. Wichtig ist, dass alle Mitglieder angemessen berücksichtigt werden und sich in die gemeinsamen Prozesse integriert fühlen. Andere bevorzugen Modelle, bei denen es klare Führungspositionen gibt.

Verbindliche Faktoren

Innerhalb Deiner Gruppe sollte eine möglichst große Übereinstimmung in grundlegenden Themen angestrebt werden. Deine Teammitglieder brauchen verbindliche Strukturen. Das heißt, dass sie gemeinsame Ideale brauchen, Leitideen im Sinne einer Vereinssatzung. Das bindet die Gruppenmitglieder an eine übergeordnete Struktur und weist ihnen die gemeinsame Richtung. Ferner sollten natürlich stets gemeinsame Ziele im Einklang mit diesen Idealen gesetzt und für alle sichtbar gemacht werden.

Gruppenmodell flexibel halten

Mir geht es bei den ksK´s nicht darum, dass Du Dich mit einigen auserwählten Leuten zusammentust und folglich alle anderen Menschen oder Gruppen erst einmal als potentielle Feinde oder zumindest als Außenstehende ansiehst. Vielmehr solltest Du Dir darüber bewusst werden, dass Menschen überall in Europa auch ganz automatisch Kooperationen eingehen und die meisten davon konstruktiver Natur sein werden oder sein wollen. Warum sollte man sich daher schon vorzeitig die Möglichkeit nehmen mit anderen Gruppen konstruktive Bündnisse einzugehen? Du willst konstruktive Kooperationen, die bereichernd sind und Menschenleben retten. Wenn es die Situation erfordert, sollte Deine Gruppe flexibel genug sein auch neue Mitglieder aufzunehmen oder mit anderen Gruppen zu fusionieren, wenn es sinnvoll oder nötig ist.

Was tun bei Konflikten?

Ja, auch kooperieren will erst wieder gelernt werden, nachdem die Sozialisation in einer Ellenbogen-Leistungsgesellschaft den meisten Menschen die Fähigkeit zur Zusammenarbeit abtrainiert hat. Also kalkuliere etwas Vorlaufzeit ein, bis sich Dein „Urban-Prepping-Team“ gefunden hat. Befasse Dich zur Organisation dieser Übergangszeit, bis alles richtig eingespielt ist, ruhig einmal mit Sozialpsychologie, Teambildungsmodellen, Gruppendynamik oder NLP. Je besser Du verstehst, wie eine Gruppe bzw. ein Team sich entwickelt und funktioniert, desto besser kannst Du mit eventuellen Schwierigkeiten umgehen und Konflikte im und mit den Beteiligten unmittelbar lösen.

Zur Bewältigung interner oder externer Konflikte, ist eine diplomatische Haltung, rhetorisches Training und Kommunikation wichtig, um solche Prozesse effizient und lösungsorientiert moderieren zu können. Ob zwischen zwei oder hundert Menschen ein Konflikt besteht, spielt dabei keine wesentliche Rolle. Die Aufgabe des Moderators wäre es z.B. zwischen den Interessen der Beteiligten zu vermitteln oder auf gemeinsame Ziele, Werte, Ideen hinzuweisen.

Wie könnte man eine Urban-Prepping-ksK starten?

  • Schnappe Dir zunächst Deine Familie, Freunde, Verbündete und Nächsten und vermittele denen, warum Du Dir eine engere Zusammenarbeit wünschst auch in Hinblick auf mögliche Krisenszenarien.
  • Frage Menschen aus Deiner Nachbarschaft und sprich mit Leuten über Deine Vorhaben und Ziele. Rege dann von Zeit zu Zeit gemeinsame Treffen an. Ob das ein Nachbarschaftsfest oder gemeinsame Unternehmungen sind, kannst Du selbst am besten abwägen. Wenigstens ein regelmäßiger Austausch zum Stand der Dinge sollte stattfinden.
  • Oder erkundige Dich in Deiner Region, ob es nicht schon Gruppen gibt, die sich mit Survival, Bushcraft oder Prepping befassen und ob dort nicht auch Möglichkeiten für gute ksK´s vorhanden sind.
  • Eine weitere Möglichkeit wäre es Online nach Gleichgesinnten zu forschen und diese zu kontaktieren. Diverse Plattformen bieten Möglichkeiten sich mit anderen in virtuellen Gruppen zu vernetzen oder in Foren zu interagieren. Dies birgt allerdings immer die Gefahr des virtualisierens, sodass der echte Austausch fehlt und echte Bindungen selten entstehen. Außerdem wird das Internet natürlich, wie alles vollkommen überwacht, sodass man nicht immer alles besprechen kann.
  • Online werden auch diverse Treffen und Stammtische organisiert, wo Menschen real getroffen und ungestört kommuniziert werden kann.

Die ksK´s betreffend gibt es noch viele weitere Aspekte. Darüber werden wir von Survivalwissen.de Dir in anderen Beiträgen noch berichten.

 

 

 

 

 

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