Einen Raubüberfall vermeiden und abwehren

Basis-Survivalwissen um Raubüberfälle zu vermeiden.

Die Kriminalstatistiken bestätigen den Eindruck vieler Leute, dass die Anzahl von Raubüberfällen vielerorts angestiegen ist und tendenziell weiter steigt. Viele Menschen fühlen sich dort, wo sie leben, nicht mehr richtig sicher.

Die Gefahr eines Raubüberfalls ist vielerorts und für viele Menschen real gegeben. Jeder sollte sich mentale und körperliche Strategien finden und sich auf Raubüberfälle und ähnliche Szenarien einstellen.

Keiner möchte sich gerne vorstellen, dass er selbst einmal einem Raubüberfall zum Opfer fallen könnte. Paradoxer Weise würden Sie im Ernstfall wahrscheinlich genau dadurch souveräner auf den Überfall reagieren können. Eine wichtige Technik aus dem Mentaltraining ist nämlich das ideomotorische Training, welches von Hochleistungssportlern, Eliteeinheiten des Militärs, Musikern und vielen Anderen Berufsgruppen heute schon gezielt angewendet wird. Damit kann, vereinfacht gesagt, über die eigene Vorstellungskraft das Gehirn zur Bildung relevanter Verknüpfungen angeregt werden, was zu einer Optimierung, z.B. der möglichen Leistung in einem Wettkampf, beiträgt.  

Was kann man präventiv unternehmen, um einen Raubüberfall zu vermeiden?

1. Sage Anderen, wo Du bist!

Informiere stets andere Menschen darüber, wohin Du wann und auf welche Weise gehen willst und wann Du wo eintreffen wirst. Wichtig ist einfach, dass immer jemand weiß, wo Du bist und dass Du irgendwo zu einer bestimmten Zeit erwartet wirst. Dies garantiert, dass jemand weiß, wo Du ungefähr bist und Dich überhaupt erst jemand vermisst, sollte Dir etwas zustoßen.

Ferner ist es immer ratsam einen oder mehrere Begleiter dabei zu haben. Besonders Frauen können sich auf diese Weise schützen.

Eine oft genutzte Methode ist, sich telefonierend durch die Gegend zu bewegen. Eine an sich gute Möglichkeit, denn so können Sie Ihrem Gesprächspartner über jedes aktuelle Geschehen informieren. Einen Angreifer könnte das Telefonat ausreichend abschrecken. Selbst ein gestelltes Telefonat kann diese Abschreckungswirkung erzielen.

2. Kümmere Dich vernünftig um Deine Möglichkeiten zur Selbstverteidigung.

Du musst nicht unbedingt kämpfen können wie Bruce Lee, aber Du solltest Dich wehren können. Dabei solltest Du nicht nur körperlich, sondern vor allem mental darauf vorbereitet sein, einen Angreifer tatsächlich abzuwehren. Das ist in der Praxis oft keine schöne Angelegenheit. Es ist nicht leicht mit dem Adrenalinkick bei einem plötzlichen Überfall oder im Angesichte einer Bedrohung umzugehen und handlungsfähig zu bleiben. Wenn es Dir möglich ist, lerne unter professioneller Anleitung das Kämpfen. Baue Dir schrittweise ein solides Repertoire von Sebstverteidigungstechniken auf und übe Dich darin, diese effektiv anzuwenden. Trainiere zusätzlich immer auch mental. Spiele dabei alle erdenklichen Situationen durch. Je entspannter Du an die Sache herangehest, umso einfacher wirst Du konstruktive Lösungen finden und Dir neue Verhaltensweisen und Handlungsmöglichkeiten aneignen können.

Nutze Selbstverteidigungswaffen!

Pfeffer-Pistolen, Elektroschocker und Kubotans können helfen, einen Angreifer erfolgreich abzuwehren. Das kann echt super funktionieren!

Halte auch ein Kommunikationsmittel bereit, mit dem Du im Ernstfall schnell Hilfe rufen könntest. Zusätzlich kannst Du über Lärm ein deutliches Hilfesignal versenden. Geeignete Mittel sind z.B. ein *Taschenalarm oder eine *Signalpfeife. Lege Dir auch in Deinem Mobiltelefon Schnellwahltasten an, sodass Du rasch die Polizei, einen Rettungsdienst oder Verbündete kontaktieren kannst, die Dir helfen können.

3. Sei immer achtsam!

Meist kündigt sich ein herannahender Raubüberfall zuvor durch deutliche Warnzeichen an. Bewege Dich achtsam durch die Gegend.

  • Achte auf verdächte Personen bzw. auf verdächtiges Verhalten und auf merkwürdige Geräusche.
  • Höre auf Dein „Bauchgefühl“ und auf Deine Intuition. Du wirst bereits ein bestimmtes Unbehagen vernehmen, bevor Dir eine reale Gefahr droht. Dieses Gefühl ist klar zu unterscheiden von einer diffusen Angst oder einem unbestimmten Unwohlsein, nach dem Motto „was wäre, wenn mir gleich etwas passiert…?“. Bei einer echten Gefahr hast Du mit 99,999999% Wahrscheinlichkeit einen, wenn auch nur kurzen, Augenblick, in dem Du genau wissen wirst, dass etwas geschehen wird. Nimm immer die Warnungen Deiner Intuition ernst, auch wenn Du vom Kopf her so etwas denken mögest wie, „ach, es wird schon nichts sein…/ Ich bilde mir das bestimmt nur ein“ usw.
  • Meide dunkle Straßen, Gassen, Ecken und Bereiche, die schlecht einzusehen sind. Solche Orte könnten für Hinterhalte genutzt werden. Bevorzuge bei Deinem Weg durch die Stadt beleuchtete Wege. Bleibe möglichst auf Wegen, auf denen ma Dich sehen kann bzw. könnte. Gegebenenfalls könntest Du selbst für eine Lichtquelle sorgen (Taschenlampe etc.).

4. Achte auf Deine Fitness und eine selbstbewusste Kommunikation!

Gehe aufrecht und strahle Würde aus. Zeige über Deine Körpersprache, dass Du sicher bist, sicher zu sein!  Wenn Du vorgebeugt mit verschränkten Armen und mit schnellen kleinen Schritten durch die Gegend eilst, suggerierst Du einem möglichen Täter eventuell ein leichtes Spiel. Beschriebene Körpersprache weist auf mentale und körperliche Schwäche, Ängstlichkeit und Angreifbarkeit hin. Stehe stattdessen aufrecht dar und repärsentiere ein würdevollles Auftreten, dann wird man Dich vermutlich gar nicht erst als Opfer auswählen. Sprich in der Kommunikation mit anderen immer klar und deutlich.

Trainieren Deinen Körper, das führt fast automatisch zu einer verbesserten Haltung. Zusätzliche Kraft und Fitness erhöhen auch Deine Verteidigungsfähgkeiten und damit Chancen der Situation zu entgehen, oder aber diese erfolgreich abzuwehren.

TIPP: Schränken Deine Sinneswahrnehmung niemals künstlich ein, weder durch Musik noch durch einen gesenkten Blick auf das Smartphone. Du brauchst Deine Aufmerksamkeit dort, wo Du bist, wenn Du einen Raubüberfall überstehen bzw. vermeiden willst!

Was ist, wenn man trotzdem überfallen wird?

Wie kann man sich im Ernstfall schützen?

Wenn Du trotz präventiver Maßnahmen in einen Raubüberfall verwickelt wirst, verhalte Dich möglichst deeskalativ!

Signalisiere deutlich verbal und nonverbal, dass Du nicht kämpfen willst. Wenn Du die Gelegenheit hast noch zu kommunizieren, versuche herauszufinden, was der Täter will (meist Geld, Wertsachen etc.) und gib es ihm. Gleichzeitig versuche Dir alle Merkmale des Täters einzuprägen (Statur, Aussehen, markante Kleidung, Tattoos, Ringe etc.). Provoziere einen Angreifer nicht. Dein Ziel sollte sein, eine Kampfsituation unbedingt zu vermeiden. Wenn diese unvermeidbar ist, solltest Du natürlich versuchen, diese weitgehend zu kontrollieren und schnell zu beenden. Bleib immer so ruhig wie möglich und konzentriere Dich darauf, die notwendigen Handlungen auszuführen, um die Situation zu meistern,  eine Gefahr zu vermeiden bzw. abzuwenden und Dich selbst in Sicherheit zu bringen.  

Bedenke immer, dass Dein Überleben, also vorrangig Deine körperliche und mentale Gesundheit, das Wichtigste ist. In der Regel sind die Täter materialistisch motiviert und wollen Wertsachen erbeuten. Viele nehmen allerdings auch Verletzungen und Gewaltanwendungen dabei in Kauf. Deine Wertsachen kannst Du  ersetzen, Dein Leben nicht.

Egal wie Du Dichg verhälst, berücksichtige eine eventuelle Bewaffnung des Angreifers. Auch wenn keine Waffe zu sehen ist, heißt das nicht das er keine hat.

Halte nach Möglichkeit immer genug Abstand zum Gegner ein – mindestens eine Armlänge.  So bist Du sicherer und hälst Dir mehr Handlungsmöglichkeiten offen.

… sich wehren?

Wenn Jemand Dich überfällt und Dich ausrauben will, Dich vielleicht sogar körperlich attackiert und Dein Leben bedroht, dann hast Du das Recht Dich mit sämtlichen Dir zur Verfügung stehenden Mitteln, im angemessenen Maße, zur Wehr zu setzen. Dies kann mit verschiedenen Methoden und Hilfsmitteln durchgeführt werden. Vom lauten Schreien nach Hilfe, über Kratzen, Beißen, Schlagen bis hin zu gezielten Selbstverteidigungstechniken kann alles erfolgreich sein. Man kann letztlich keinen allgemeinen Leitfaden dazu aufstellen, wie Du mit einem Raubüberfall umgehen könntest. In der Wirklichkeit fließen dabei Variablen ein, die unmöglich in ihrer Gesamtheit vorherzusagen sind. Du musst also im Ernstfall immer improvisieren und das Mittel der Wahl obliegt Deiner subjektiven Einschätzung der Angemessenheit in dieser Situation. Jedenfalls darfst und solltest Du Dich gegen Unrecht erwehren. Hol Dir dafür gezielte Beratung von einem Kampfkünstler Deines Vertrauens.

…die Flucht ergreifen?

Wer kann, sollte immer einfach weglaufen. Das ist eine sichere und kluge Verhaltensweise in Notfällen. Mit Feigheit hat das nichts zu tun. 

Entfällt die Möglichkeit zu fliehen, musst Du Dich sowieso wehren.

Fazit:

Wenn Du die Tipps hier befolgst bist Du in den meisten Fällen auf der sicheren Seite. Es ist wichtig, dass Du Dich körperlich und mental auf mögliche Überfallsszenarien vorbereitest, um bereits vorab ein gewisses Handlungsvermögen aufzubauen und zu schulen. 100% Sicherheit gibt es niemals im Leben und ein Raubüberfall ist eine schlimme Situation, die letztlich niemals genau kalkuliert oder im Ergebnis vorhergesagt werden kann. Die systematische mentale und körperliche Vorbereitung ist dennoch ratsam und kann Dir das Leben retten. Vielleicht könnest Du auch einen Selbstverteidigungskurs besuchen? Die Extraportion Selbstbewusstsein und das Gefühl von mehr Sicherheit, machen sich bezahlt.

Wenn Du die Hinweise hier beachtest, wirst Du gute Möglichkeiten finden, Dich vor Überfällen zu schützen und im Ernstfall richtig zu handeln.

 

 

 

 

 

 

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