Eine Unterkunft für Notfälle: Das A- oder V-Shelter

Eine Unterkunft für Notfälle: Das A- oder V-Shelter

Eine einfache und als kurzfristige Lösung im Sommer gedachte Variante, des V-/ A-Shelters.

In diesem Artikel geht es mir darum, Dir ein Modell für Deine Survival-Unterkunft zu zeigen, welches Du mit einfachsten Mitteln selbst nachbauen kannst. Diese Form der Notunterkunft gleicht einem Zelt aus Naturmaterialien (siehe Abbildung). Für diese Konstruktion brauchst Du nicht einmal Schnur, wobei diese natürlich optional für zusätzliche Stabilität benutzt werden kann.

Ein solches Shelter dient vor allem als kurzffristige Lösung z.B. in Notfällen als Versteck oder auf auf Reisen als Nachtquartier. Du solltest dabei vor allem auf genügend Bodenmaterial achten. Also eine dicke “Unterlage” oder eine improvisierte Isolation aus der Natur. So beugst Du direkt eventuell auftretenden starken Regengüssen und Kälteeinbrüchen vor.

Bau des V-Shelters

Besorge Dir zwei, ca. 1 ½ m lange Äste mit einer Y-Gabelung am oberen Ende und einen längeren Ast (min. 10-20cm länger als Deine Körpergröße). Lege auch am besten jetzt schon die Bodenisolation an. Später wird das Innere der Unterkunft nur noch mühsam von außen zu erreichen sein. Nimm viele, mindestens daumendicke Stöcke als Grund und viel Reisig, Laub , Farnwedel,  Gräser oder anderes Material aus der Umgebung als Polsterung (sei damit großzügig!).

Stecke die gegabelten Stöcke mit gewünschtem Abstand zueinander parallel in den Boden und verkante sie gegeneinander zu einem nach unten öffnenden “V”. Oben auf, lege den längeren Ast als Dachlatte. Nun kannst Du am hinteren Ende noch ein “Astgabel V” untersetzen und erhielten so die ganz klassische Zeltform. Oder Du lässt die Dachlatte einfach am Boden aufliegen, ggf. leicht erhöht für mehr Fußraum.  Letzteres bietet zwar insgesamt weniger Platz, ist aber dafür wärmer und auch leichter warm zu halten. Diese Version taugt auch im Winter als rudimentärer und doch funktionierender Witterungsschutz. Dann muss allerdings die “Bedachung” bzw. die schützende Verkleidung des Shelters umso üppiger ausfallen. Optional kannst Du Eingang verschließen, um noch mehr Wärme zu halten. Bei extremer Kälte ist es allerdings meist sowiso besser in Höhlen, Schneehöhlen, Iglus usw. Unterschlupf zu finden, da es vor allem die eisigen Winde sind, die es einem in kalten Regionen zusetzen und die Gefahr einer Unterkühlung oder von Erfrierungen maximieren.

Weiter mit dem Shelter…

Entsprechend der Höhe Deiner Konstruktion, legst Du zu beiden Seiten stabile Äste an, sodass eine Art Gerippe daraus entsteht. Die Äste kannst Du an diversen Stellen zusätzlich mit der Dachlatte verknoten, wenn Du genügend Schnur zur Verfügung hast. In der Regel ist das aber nicht notwendig. Lege das seitliche Gerippe des Grundgerüstes so an, dass die oberen Enden der Stöcke sich kreuzen und entlang der Dachlatte betrachtet, eine Reihe nach oben geöffneter kleiner V´s darin erkennbar wird. Diese “Rinne” fungiert später als mögliche Haltevorrichtungen für Isolations- und Tarnmaterialien.

Tipps zu Isolation und Witterungsschutz

Wenn es schnell gehen muss und Du weißt, dass Regen über Nacht ausbleibt, kann im Sommer die Deckung des Daches auch einmal etwas vernachlässigt werden… Dann kann die kühle der Nacht, so Du nicht in den Tropen bist, vielleicht sogar einen heilsamen Dienst leisten und Dich erfrischen. Im Regelfall werden aber auch Sommernächte oft kälter als gedacht. Deshalb solltest Du immer auf gute Isolation und Witterungsschutz achten. Nutze alles an natürlichen Materialien, was Dir zur Isolation dienlich scheint. Sehr gut sind, nebst den zuvor genannten Materialien, Moos- und Torflappen oder “Rasenziegel” (viereckige Rasenausschnitte), sowie Kiefernzweige. Zur Not geht es auch mit Blättern der Großen Kletten und darüber einer Schicht Baumrindenplatten. Nachdem alles mit Klettenblättern abgedeckt ist, stapele die Rinde von unten nach oben zu beiden Seiten auf. So stützt sich das Material gewissermaßen gegenseitig und leitet Regenwasser effektiv ab. Stabilisiere Deine Konstruktion durch weitere, etwas schwerere Äste von allen Seiten. Lege hierzu einige dickere Äste von beiden Seiten an. Dieses Mal muss das „Netz“ nicht so dicht sein, wie bei Deinem Grundgerüst. Es geht nur um die Stabilisation der Dachisolation.

Das Dach abdichten!

Meist entsteht bei V-Sehlters das Phänomen, dass Regenwasser usw. durch kleine schwer verschließbare Löcher entlang der Dachlatte tropft. Jetzt erfährst Du den Grund für den Hinweis mit dem nach oben öffnenen V beim Aufbau des Grundgerüstes. Du kannst Deinem Dach nun das letzte “Witteruntsschutz-Update” geben, indem Du über die V-Rinne, entlang der gesamten Länge der Unterkunft, Rindenstücke platzierst. Das wird Regenwasser zuverlässig von Deiner Unterkunft ableiten und entlang der seitlichen Rindenplatten abfließen lassen. Als zusätzliche Option, kannst Du rund um Dein Shelter herum Abflussrinnen anlegen, die Regenwasser ableiten.

Tarnung?

Wenn Du mit Gefahren rechnest, hat Tarnung höchste Priorität. Wenn Du gerne im Notfall gefunden und gerettet werden willst, ist Tarnung keine so tolle Idee.

Du kannst während des Abdeckens Deiner Unterkunft einfach darauf achten, dass Du umliegende Materialien als Tarnung mit einbaust. Eine wichtige Leitfrage beim Tarnen ist: Welche natürlichen Merkmale zeichnen die Umgebung aus? Dein Shelter sollte optisch vor dem Hintergrund verschmelzen, darum ist es auch klug sich das Ganze von allen Seiten genauer und auch auf einer gewissen Entfernung anzusehen. Die Tarnung muss auf alle Fälle ganz natürlich wirken.

 

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