Gespräche überleben: 7 Grundsätze für erfolgreiche Kommunikation

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Kommunikation überleben, Missverständnisse vermeiden!

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7 einfache Grundsätze für eine erfolgreichere Kommunikation!

In der Kunst der neurolinguistischen-Programmierung, dem NLP, einer sehr erfolgreichen psychologischen Methodik, wurden einige nützliche Annahmen oder Grundsätze formuliert, die einem dabei helfen, Missverständnisse mit anderen Menschen präventiv zu vermeiden. Diese Grundsätze helfen Dir nicht nur in alltäglicher und beruflicher Kommunikation, sondern auch immer gerade dann, wenn es richtig stressig wird. Meist hat man bereits viele Gelegenheiten, die eigene Kommunikationsweise anzupassen versäumt, ehe eine Kommunikation ausufert und man die “Connection” verliert und sich folglich auch nicht mehr gut verständigen kann. Mit der „Connection“ ist hier gemeint, was man im NLP den Rapport nennt. Wenn die Chemie der Gesprächspartner stimmt und das Gespräch einen natürlichen Flow entwickelt, man den Eindruck gewinnt, sich richtig gut zu verstehen, dann handelt es sich um Rapport.

Kommunikationstraining ist Persönlichkeitstraining!

Die Kommunikationstechniken, die Du gleich kennenlernst, gelten immer für alle Beteiligten einer Kommunikationssituation. Das darfst Du in der Kommunikation weder gegenüber Dir noch gegenüber Deinem Gesprächspartner vergessen. Versuche daher, die folgenden Anregungen stets auf Dich selbst zu übertragen, aber deren Geltungsbereich immer auch auf Deine Kommunikationspartner auszudehnen. So kannst Du in Zukunft wesentlich mehr aus Deiner Kommunikation herausholen und in vielen Lebensbereichen wesentlich erfolgreicher werden. Ein wichtiger Aspekt in der Kommunikation ist der wechselseitige Respekt für den anderen, welcher während eines Gesprächs stets von beiden Beteiligten aufrechtzuerhalten ist. Nur in einer Atmosphäre der Wertschätzung kann Kommunikation umfassend gelingen und Missverständnisse effektiv vermieden werden.

Im Folgenden findest Du einige Anregungen für Deine mentale Einstellung hinsichtlich Deiner Kommunikationsweise mit Deinen Mitmenschen, die aus den Grundannahmen des NLP abgeleitet sind:

1. Vorstellungen decken sich nicht immer mit der Realität.

Wir alle haben verschiedene Vorstellungen von der Welt. Keine dieser Vorstellungen stellt die Welt vollständig und akkurat dar, dafür ist alles zu komplex. Menschen reagieren daher zumeist auf neuropsychologische Abbildungen von der Realität, nicht auf die Realität selbst.

2. Jeder tut sein Bestes bzw. kommuniziert so gut er kann!

Wenn Menschen andere und angemessenere Möglichkeiten für die Erfüllung ihrer Bedürfnisse zur Verfügung hätten, würden sie vieles von dem nicht tun, was manchmal aus reiner Bosheit zu geschehen scheint. Das entschuldigt nicht destruktives Verhalten, gibt Dir aber die Möglichkeit anders darüber zu denken und Dich anders zu artikulieren.

3. Hinter jeder Kommunikation, steckt eine positive Absicht!

Jedes Verhalten bezweckt im Leben des Betreffenden eine positive Funktion, unabhängig von möglichen negativen Nebenwirkungen für sich und andere. Das wirkt zunächst etwas paradox, weshalb ich ein Beispiel anführen will. Eltern, die ihren 12-jährigen Sohn anbrüllen, was er sich dabei gedacht habe, zu spät nach Hause zu kommen, hoffen, dass dieser das nie wieder tut, damit ihm draußen im Dunkeln nichts zustößt. Eine eigentlich gute Absicht, doch der Sohn könnte sich mit der Vorgehensweise der Eltern weniger identifizieren und das vorwurfsvolle Brüllen missverständlicher Weise als Ablehnung und fehlendes Verständnis seitens der Eltern interpretieren und sich zunehmend mehr gegenüber den Eltern verschließen. Würdigen wir dir positive Absicht, können wir unser eigenes Kommunikationsverhalten darauf abstimmen und dem anderen, trotz unserer eventuell gegenteiligen Meinung zu verstehen geben, dass wir ihn wertschätzen wie er ist.

4. Jedes Verhalten hat einen Sinn und verfolgt ein vernünftiges Ziel.

Gelerntes Verhalten hat irgendwann einmal zu einem gewünschten Erfolg geführt. Das Ziel in der Kommunikation mit Jemandem, dessen Verhalten wir gerne verändern wollen ist, diesem verstehen zu geben, dass sein Verhalten als sinnvoll erkannt wurde, aber es noch weitere, auch gute, Möglichkeiten gibt. Das eröffnet dem anderen einen neuen Verhaltenshorizont und erlaubt ihm überhaupt einmal ein bestimmtes verhalten akkurat zu hinterfragen, statt sich z.B. automatisch in einer Abwehrhaltung zu verkriechen.

5. Jeder Mensch trägt bereits alles, was er zur Lösung seines Problems benötigt, in sich.

Statt jemandem zu erzählen wie er mit seinem Problem umgehen soll oder es gleich zu bagatellisieren und herunterzuspielen, hilft es dem Gelingen der Kommunikation mehr, dem anderen aktiv zuzuhören und ihm zu spiegeln, was er Dir zu verstehen gibt. Dann kann der andere sich im Laufe des Dialogs selbst reflektieren und seine individuelle Lösung viel einfacher erkennen. Vielleicht ist es am Ende sogar dieselbe Lösung, die Du ihm vorgeschlagen hättest.

6. Kommunikation bedeutet immer auch Feedback.

In der Kommunikationswissenschaft spricht man zu Recht davon, dass man nicht nicht kommunizieren kann.
Jede Reaktion und jedes Ergebnis, jedes Wort, jede Geste und jeder Blick kann als Feedback und als Möglichkeit zum Lernen genutzt werden. Als Feedback betrachtet, liefern auch negative Zeichen des Gegenübers zahlreiche Anhaltspunkte und wichtige Hinweise darüber, ob ein Kommunikationsweg, eine Formulierung, geeignet ist oder nicht, und laden dazu ein, neue Wege zu suchen, den anderen wieder besser zu erreichen. Man möchte schließlich seine Botschaft platzieren und den anderen erreichen. Die Bedeutung der Kommunikation liegt schließlich oft in der Reaktion, die man erhält.Man kommuniziert, um von seinem Gegenüber eine erwünschte Reaktion zu erhalten. Bleibt diese aus, so ist die eigene Botschaft nicht angekommen.

Anstatt darauf negativ zu reagieren, ist es sinnvoll, das eigene Verhalten zu ändern und etwas Neues zu probieren. Wenn etwas nicht funktioniert, tue also einfach etwas anderes. Ohne mögliche Fehlschläge zu bewerten und den Kopf hängen zu lassen. Gehe wie bei einem scheuen Hamster vor. Diesem versuchst Du Deinen gesprächshappen immer wieder schmackhaft zu machen, bis er endlich aus Deiner Hand frisst. Nutze dieses Bild nur, wenn es nicht gleichzeitig Deinen Respekt vor dem Gegenüber herabsetzt. Nur wenn wir flexibel genug sind, dann können wir jede Reaktion als Ergebnis und damit als wertvolle Information ansehen. Diverse Widerstände, die beim Gesprächspartner evident werden können, deuten unter Umständen auf mangelnde Flexibilität bzw. auf einen Verlust der „Connection“ hin.

Widerstände integrieren

Integriere scheinbare oder echte Widerstände des Gegenübers immer so rasch wie möglich in das Gespräch. Man darf sie nicht übergehen, sondern ihnen Beachtung schenken und wenn sie nicht eindeutig sind, thematisieren. Stelle konkrete Fragen oder gebe in Deinen Worten wieder, was Du verstanden hast, dann wird der andere dir mehr erzählen. Hierbei bringt er sich gleich selbst mit ins Lot. Widerstand resultiert niemals aus Bösartigkeit des Gegenübers, sondern ist ein Hinweis auf fehlenden Rapport. Die erneute Verbindung wird durch gezieltes Aufgreifen und Spiegeln der verbalen und non-verbalen Kommunikationssignale des Gegenübers erreicht. Klappt dies nicht, könnte Dein Gegenüber gerade mit intrapsychologischen Schutzmechanismen zu tun haben, die z.B. aufgrund des jeweiligen Themas oder eigener, Dir unbekannter Assoziationen, auf den Plan gerufen wurden.

Diese Mechanismen verhindern, dass Dein Gegenüber mit unangenehmen Gefühlen oder inneren Eindrücken, Gedanken und Bildern konfrontiert wird. So kann der Kommunikationsfluss temporär beeinträchtigt werden. Dann hat der Verlust des Rapports seine Ursache immerhin nicht unmittelbar bei Dir. In solchen Fällen hilft abwarten und Anteil nehmen, dem anderen zeigen, dass Du ihn verstehst. Schon bald sollte das Gespräch wieder in den Fluss kommen.

7. Es gibt nicht die eine Wirklichkeit, sondern unendlich viele individuelle Wirklichkeiten.

Diese neuropsychosomatische Erkenntnis mit enormer Tragweite erleichtert uns in schwierigen Gesprächen mit negativen Gefühlen besser umzugehen. Man lernt schrittweise nicht mehr mit jedem um alles zu „kämpfen“ und sich andauernd nichtige Wortklaubereien mit anderen zu leisten. Dabei verschwendet man ohnehin bloß wertvolle Energie, die einem dann anderswo fehlt! Akzeptiere, dass andere Dich zwar verstehen solange Du richtig kommunizierst, aber sie niemals die Welt mit Deinen Augen sehen können. Dann wirst Du nachsichtiger und gelassener werden und abermals erfolgreicher kommunizieren.

 

 

 

 

*Letzte Aktualisierung am 31.03.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API Haftungsausschluss: Die Preise werden autmatisch durch Amazon aktualisiert, wir können daher keine Gewähr für die Aktualität der einzelnen Preise übernehmen.

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